Mythologie

 

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Griechenland

 

In einer griechischen Sage wird das Schicksal von Halcyone, der Tochter des Windgottes Äolus, und ihres Gatten Ceyx geschildert. Eines Tages fuhr Ceyx über das Meer, um bei einem Orakel Rat zu suchen. Mitten auf dem Meer geriet sein Schiff in einen Sturm und sank - alle Reisenden ertranken.

Halcyone erhielt von den Göttern eine im Traum gesendete Botschaft von dem Unglück, und stürzte sich verzweifelt ebenfalls in die Fluten. Die Götter, von ihrer Treue beeindruckt, verwandelten sie und ihren toten Gatten in Eisvögel. Seitdem gibt es alljährlich im Winter vierzehn ruhige, windstille Tage (Halcyon-Tage), während der Halcyone als Eisvogel brütend im schwimmenden Nest auf dem glatten Spiegel des Meeres sitzt - ihr Vater Äolus hält während der Halcyon-Tage die Winde zurück.

So ist der griechische Name des Eisvogels „Halycon“, was der Meerblaue“ oder „der auf dem Meer brütende“ bedeutet.

Der lateinische Name für den Eisvogel „Alcedo“ ist vom griechischen „Halcyon“ abgeleitet.

Zu Namen des Eisvogels gibt es viele weitere Spekulationen:

Möglicherweise bedeutete der Name ursprünglich „Eisenvogel“ (wegen des Stahlblauen Gefieders).

Eine andere Theorie ist die Ableitung des Namens vom altdeutschen „eisan“, was „schillern“ oder „glänzen“ bedeutet.

Es könnte aber auch sein, dass der Eisvogel so benannt wurde, da er im Winter aufgrund seines schillernden Gefieders am auffälligsten ist.

 

Frankreich

Zu dem Gefieder des Eisvogels gibt es eine weitere Geschichte:

So soll nach einer französischen Sage der damals noch grau gefärbte Eisvogel von dem ungeduldigen Noah der Taube nachgeschickt worden sein, um zu erkunden, ob sich die Wasser der Sintflut schon zurückgezogen haben. Der Eisvogel mußte einem Sturm ausweichen, und flog so hoch, dass sein Rücken die Farbe des Himmels annahm, und seine Unterseite von der Sonne rot gebrannt wurde.